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Vorgeschichte: Obi-Platz (2003-2005) |
3 Monate Beschlagnahme im Winter 2005/2006 |
Die Zeit im Haid (2006) |
Ponyhof/Himmelfall ab Herbst 2006 |
Die Situation im Herbst 2005
Durch Vertreibungen von anderen Plätzen sind auf dem Kiesstreifen am Campus in St.Georgen immer mehr Freiburger Wagenbewohner eingetroffen. Die 35-köpfige Schattenparker-Gruppe ist entstanden.
Seit Anfang 2005 will die Stadt diesen Platz räumen. Die Schattenparker wehren sich, indem sie gegen die Räumungsverfügung klagen und sind auf der Suche nach einem Ausweichstandort.
Eine städtische Lösung (die Schattenparker mieten einen Platz von der Stadt an) wird von der Verwaltung mit dem Hinweis auf einen imaginären Gemeinderatsbeschluss aus den 90ern abgeblockt.
Stattdessen verweist die Stadtverwaltung darauf, man solle sich doch ein Gelände von Privat mieten. Allerdings verhindert das Datenschutzgesetz, dass die Schattenparker die Besitzer leerstehender Grundstücke ausfindig machen können. Die Erfahrungen mit der Stadtverwaltung als Vermittlerin bei der Suche nach privaten Grundstücken sind ausgesprochen schlecht. Diverse Versuche, ein privates Gelände anzumieten sind daran gescheitert.
Aus diesen Gründen verlassen die Schattenparker am 24. November 2005 den Platz am Campus und befahren ein leerstehendes Gelände im Industriegebiet Nord, um den Besitzer ausfindig zu machen. Dies ist die Firma Rhodia, die leider kein Interesse an einer Vermietung zeigt. Die Schattenparker erklären sich zum sofortigen Abzug bereit.
25. November 05
Entgegen allen Absprachen kommt es beim Verlassen des Rhodia-Geländes zu Schikanen seitens der Polizei. Die Situation schaukelt sich hoch, es kommt zur Beschlagnahme von fünf Wagen. Diese können einige Tage später wieder ausgelöst werden.
Pressemitteilung der Schattenparker: "Mittelalterliche Zustände"
Die Schattenparker ziehen aufs Vaubangelände um, u.a. auf das von Vauban-Anwohnern als Parkplatz genutzte städtische Baugrundstück "M1". Wägler, die andere Standorte aufsuchen, werden von der Polizei auf M1 geschickt.
2.Dezember 2005

Abends demonstrieren ca. 350 Menschen in der Innenstadt für einen neuen Wagenplatz. Eine erfolgreiche und kreative Demo-Rallye zieht durch die Stadt.
Die Polizei zeigt massive Präsenz und versucht zu eskalieren. Dies gelingt ihr zunächst nicht; später nimmt sie einen Zwischenfall zum Anlass, 115 Leute einzukesseln und vorübergehend festzunehmen.
3.Dezember 2005
Die Schattenparker veranstalten eine demonstrative Aktion auf dem leerstehenden Fahnenmastplatz im Stadtteil Vauban. Dieser Platz steht leer, seit 1999 Wagenbewohner von ihm vertrieben wurden. |
In einer illegalen Polizeiaktion werden 24 Schattenparker-Fahrzeuge beschlagnahmt.
4. Dezember bis Weihnachten

Matratzenlager, Straßentheater und Infostand auf dem Rathausplatz.
In wenigen Wochen werden 3000 Unterschriften für einen neuen Wagenplatz in Freiburg gesammelt.
Es werden Gespräche mit UnterstützerInnen aus dem Gemeinderat und den Fraktionen geführt.
Pressemitteilung der Schattenparker vom 8. Dez. 2005:
Konstruktiver Umgang mit alternativen Wohnformen gefordert!
Die repressive Linie von grünem OB und Polizei gerät unter Beschuss:
Indymedia
Grüne Jugend Bundesverband
Die Grünen
Erklärung Freiburger Bürgerinnen und Bürger
Jene Schattenparker-Fahrzeuge, die nicht beschlagnahmt wurden, parken weiterhin auf dem Gelände "M1".
12.12. 2005
Räumungs- und Beschlagnahmeandrohung für die Schattenparker-Fahrzeuge auf M1.
14.12. 2005
Die Schattenparker haben M1 freiwillig verlassen; dennoch werden weitere fünf Fahrzeuge auf Vauban beschlagnahmt. Mehr dazu: „Aktuelles“ vom 14.12.2005 |
Über 800 Menschen demonstrieren für einen neuen, selbstverwalteten Wagenplatz in Freiburg und für die Herausgabe der beschlagnahmten Fahrzeuge.
Mehr dazu: „Aktuelles“ vom 17.12.2005
21. und 23.12. 2005
Gespräche mit der Stadtverwaltung über die Herausgabe der Wagen.
Presseerklärung des Unterstützerkreises um Prof. Günter Rausch:
„Gespräche scheitern an Unbeweglichkeit der Verwaltungsspitze“
9.1.2006
Das Verwaltungsgericht Freiburg entscheidet, dass der Widerspruch der Schattenparker gegen die illegale Beschlagnahme keine Aufschiebende Wirkung besitzt. Das bedeutet: Die Fahrzeuge könnten beschlagnahmt bleiben, bis das Amtsgericht Freiburg über die Rechtmäßig- oder Unrechtmäßigkeit der Beschlagnahmeaktion entscheidet.
Die Schattenparker erheben Beschwerde bei der nächsten Instanz in Mannheim.
"50 Tage wohnungslos- es reicht!":
400 Menschen demonstrieren in der Freiburger Innenstadt.
Indymedia-Bericht mit Artikeln aus BZ, Frankfurter Rundschau und Süddeutscher Zeitung
23.1.2006
Abermals sollen die Schattenparker von M1 vertrieben werden. Aufgrund des öffentlichen Drucks spricht OB Salomon am 27.1. eine Duldung für die dort befindlichen Schattenparker-Fahrzeuge aus.
Die Schattenparker bemühen sich um langfristige Perspektiven für das Wagenleben in Freiburg: Antrage für die Einrichtung einer Sonderfläche für experimentelles Wohnen in der Flächennutzungsplan-Fortschreibung.
(Den ganzen Antrag lesen)
27.1. und 8.2. 2006
Gespräche mit der Verwaltung über die Herausgabe der Wagen und die Schaffung eines Übergangsplatzes. Über den Inhalt der Gespräche ist von beiden Seiten Vertraulichkeit zugesichert.
Klar ist, dass die Vorstellungen der Stadt in wesentlichen Punkten von denen der Schattenparker abweichen. Die Eckpunkte der Schattenparker sind hier nachzulesen.
Schattenparker Rainer Moser in der Jungen Welt:
„Die neueste Taktik der Stadt besteht darin, uns bis zum Sommer einen Übergangsplatz zu untragbaren Vertragsbedingungen anzubieten. Wir haben nun mitbekommen, daß der Oberbürgermeister die Zeit, die diese Zwischenlösung bietet, für die „Umstrukturierung“ des Eselswinkels nutzen will. Im Klartext heißt das, daß die jetzigen Bewohner vertrieben werden sollen, um dort Platz für uns zu schaffen.“
Den ganzen Artikel lesen
zur Entstehung des Wagenplatzes am Eselswinkel
Brief der Eselswinkel-Bewohner an die Freiburger Gemeinderäte
1. März 2006
Die Wagen sind frei!
Bedingung für die Herausgabe ist der Bezug des Übergangsstandortes „Munzinger Straße 5x“ im Gewerbegebiet Haid.

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